4×7 Beispiele für gute Gewohnheiten zum Wohlfühlen

13. Januar 2022 | Gewohnheiten

Der Satz „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.“ kommt nicht von ungefähr: 40% unseres Handelns werden von Gewohnheiten bestimmt. Gewohnheiten, die entweder positive oder negative Auswirkungen auf unser Leben haben.

Das Tolle an Gewohnheiten ist jedoch, dass Du sie trainieren kannst und dabei wollen die meisten Menschen natürlich vor allem gute Gewohnheiten etablieren. In diesem Beitrag findest Du 28 inspirierende Beispiele für gute Gewohnheiten, die Dein Leben bereichern.

Was sind gute Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind die Neigung auf bestimmte Reize oder Bedingungen immer gleich zu reagieren und sie werden vor allem durch Wiederholungen geformt.

Das Spannendste an Gewohnheiten ist dabei, dass die meisten Gewohnheiten eher unbewusst ablaufen. Alltägliche Gewohnheiten wie Zähneputzen, Händewaschen oder einen Schuh schnüren laufen weitestgehend automatisiert ab. Das spart Energie und schafft Kapazitäten für Neues in unserem Gehirn.

Neben körperlichen Aktivitäten können allerdings auch die Art wie wir Denken, Fühlen und Handeln routiniert ablaufen und sie zählt somit ebenfalls zu den Gewohnheiten.

Dabei können sich Gewohnheiten sowohl positiv als auch negativ auf unser Leben auswirken. Deshalb unterteilen wir bekanntermaßen gerne in gute und schlechte Gewohnheiten.

Häufig wünschen wir uns eher die guten Gewohnheiten und würden die schlechten am liebsten loswerden. An letzterem scheitern jedoch so einige Menschen immer wieder, während es einfacher erscheint neue Gewohnheiten zu etablieren.

Egal, ob gute oder schlechte Gewohnheiten, eines haben alle Gewohnheiten gemeinsam: Mit nur sehr kleinen Schritten, können sie Großes bewirken. Das heißt, jede noch so kleine Gewohnheit, vergrößert sich durch ihre Wiederholung. Auch hier gilt: Das kann gute oder weniger gute Auswirkungen haben.

Genau darum ist es so wichtig, dass wir regelmäßig einen Blick auf unsere Gewohnheiten werfen. Wenn Du Dir der Gewohnheiten bewusst wirst, die Dir dienlich sind, kannst Du sie verstärken. Erkennst Du jene, die dazu führen, dass Du Dich unwohl, gestresst oder ausgelaugt fühlst, kannst Du sie abstellen, sie Dir wörtlich „abgewöhnen“.

Warum sind gute Gewohnheiten so wichtig?

Für mich sind vor allem die guten Gewohnheiten Wegweiser für mehr Leichtigkeit und Gelassenheit für Dein Leben. Sie unterstützen Dich dabei, Dir Dein Leben zu erleichtern, es effektiver und produktiver zu gestalten und vor allem langfristig stärken sie insgesamt Deine persönliche Zufriedenheit.

Oftmals sind die guten Gewohnheiten auch auf langfristigere Ziele ausgelegt und bringen nicht sofort den gewünschten Glücksmoment.

Zwei Beispiele, die das gut veranschaulichen und die Du vielleicht sogar gut kennst:

  • Frust-Schokolade wirkt sofort, beruhigt und beglückt in dem Moment, in dem wir sie essen. Doch meist folgt nur ein paar Minuten später das schlechte Gewissen und wir ärgern uns, dass wir wieder zugegriffen haben…
  • Drei Mal die Woche gehst Du im Fitnessstudio zum Krafttraining. Es gibt Tage, da bist Du happy und stolz, dass Du Deine Gewichte gestemmt hast. An anderen kämpfst Du mit dem inneren Schweinehund. Doch nach drei oder vier Monaten stellt sich das gewünschte Ergebnis ein und Du stemmst beispielsweise Dein Wunschgewicht.

Gute Gewohnheiten sind also vor allem wichtig, um uns dabei zu unterstützen, der Mensch zu werden, der wir gerne sein wollen.

Vielleicht willst Du jemand sein, der selbstbewusst seine Ziele verfolgt? Oder Du willst eine gute Mutter sein; Du willst ein Mensch sein, der das Leben mit Gelassenheit nimmt? Genau dabei unterstützen Dich gute Gewohnheiten langfristig und es lohnt sich definitiv, sie als Routinen im Alltag zu etablieren.

Im Folgenden habe ich Dir eine Inspirationsliste aus 4×7 guten Gewohnheiten erstellt. So hast Du jede Menge Beispiele, um Dein Verhalten zu verändern.

Welche dieser Vorschläge willst Du gerne öfter ausführen?

Gute Gewohnheiten am Morgen

  1. Stelle Dir morgens als Erstes die Frage: „Worauf freue ich mich heute besonders?“
  2. Gönne Dir eine erfrischende, erdende Morgenmeditation.
    Zum Beispiel mit dieser Meditation aus meinem Adventskalender.
  3. Starte den Tag mit einer bewussten Atemübung.
    Zum Beispiel mit der der 4-7-11 Atmung. Nein, nicht das Parfüm, sondern 4 Sekunden Einatmen, 7 Sekunden Ausatmen und das 11 Minuten lang.
  4. Starte den Tag mit einer kurzer Sporteinheit. Das können auch „nur“ 10 Liegestütz, 20 Sit-Ups und 30 Hampelmänner sein.
  5. Wechselduschen!
    Brrr! und wohltuend in Einem. Die Temperaturreize wirken sich positiv auf Dein Immunsystem, Stoffwechsel und Kreislauf, das Herz und vor allem Deine Stimmung aus. Durch das Wechselduschen aktivierst Du Deinen längsten Hirnnerv, den Vagusnerv, der von Kopf bis zum Bauchraum verläuft. Er ist für Erholung, Ruhe und Verdauung zuständig und reguliert unter anderem Dein Wohlbefinden. Durch Übungen wie tiefes Atmen und das Wechselduschen ist er trainierbar.
  6. Halte die Zahnbürste mal mit der anderen Hand.
    Das trainierte die Gehirnhälfte, die sonst noch oder schon wieder schläft.
  7. Frühstücke – bewusst und achtsam.

Gute Gewohnheiten am Abend

  1. Schalte Dein Handy am Abend und für die Nacht in den Flugmodus.
    So bist und bleibst Du ungestört.
  2. Lies abends ein unterhaltsames Buch statt vor dem TV, Computer oder Smartphone zu sitzen.
    Das hilft beim Abschalten.
  3. Beende den Tag mit einer Gute-Nacht-Meditation.
    Zum Beispiel mit dieser Meditation aus meinem Adventskalender.
  4. Führe ein Dankbarkeitstagebuch.
    Schreibe jeden Abend mindestens 3 Dinge auf, für die Du an diesem Tag dankbar bist.
  5. Schreibe abends Tagebuch.
    Das unterstützt Dich dabei, Dich selbst zu reflektieren, aber auch unangenehme Gedanken und Gefühle aus Deinem Kopf zu bekommen.
  6. Plane am Abend, wie Dein nächster Tag aussehen wird und bereite ihn entsprechend vor.
    Ich lege beispielsweise bereits die Kleidung raus, packe meine Tasche fürs Büro und stelle die Tasse für den Morgentee bereit. Hört sich nerdy an, entspannt aber jeden Morgen.
  7. Schreibe Dir am Abend eine To-Do-Liste für den nächsten Tag.
    So weißt Du, was auf Dich zukommt und kannst planen, ob Deine Aufgaben realistisch umsetzbar sind.

Gute Gewohnheiten für den Tag

  1. Bringe mehr Alltagsbewegung in Dein Leben.
    Egal, ob Treppensteigen statt Rolltreppe, dem Paketmenschen entgegengehen, Fahrrad statt, täglich spazieren gehen… Wir kennen sie alle, die kleinen Tricks für einen bewegten Alltag. Inspiration findest Du hier.
  2. Tausche das Wort „müssen“ gegen „dürfen“.
    Müssen“ erweckt sofort den Zwang etwas tun zu müssen, doch oft ist es unser Wille oder unsere Möglichkeit etwas zu tun. Probiere es aus und spüre den Unterschied, den das machen kann.
  3. Lies Bücher oder höre Podcasts, die Dich inspirieren.
  4. Plane und reflektiere Deine Woche in einem Wochenkalender.
    Das muss übrigens nicht heißen, dass die Woche genauso aussehen muss. Doch Planung gibt Dir Struktur, Sicherheit und einen roten Faden. Reflektion erhöht die Lernkurve und zeigt Dir, was bereits gut läuft und wo Verbesserungspotential ist.
  5. Nimm Deine Mahlzeiten ohne Ablenkungen ein.
    Am besten an einem Tisch sitzend ohne Fernsehen, Handy, Zeitung oder Radio. Achtsames Essen kann herausfordernd sein, aber das wie Du isst ist genauso wichtig, wie was Du isst.
  6. Lerne zu meditieren.
    Nicht nur, weil ich Achtsamkeitstrainerin bin, meine absolute Empfehlung! Studien belegen immer wieder: Meditation ist gesund – für Körper, Geist und Seele und wirkt sich positiv auf alle Lebensbereiche aus! Schau doch mal samstags bei meiner kostenlosen Live-Meditation vorbei.
  7. Gönne Dir ein Hobby und genieße es!
    Vor allem als Erwachsene vergessen wir wie erfüllend und wohltuend Hobbies sind.

Gute Gewohnheiten für die Arbeit

  1. Mache regelmäßig Pausen.
    Ich nutze oft die Pomodoro-Technik beim Arbeiten. Das heißt nach 25 Minuten Konzentrationsphase beim Arbeiten, klingelt mein Wecker und ich mache eine 5-minütige Pause in der ich aufstehe und vom Rechner weg gehe, um dann fokussiert weiter zu arbeiten.
  2. Verbringe Deine Mittagspause an der frischen Luft.
    Das hilft beim Abschalten, beugt Stress vor und lüftet Körper und Geist durch.
  3. Stelle Dein Smartphone in den Flugmodus und checke es erst im Feierabend.
    Vor allem im Büro fiel mir irgendwann auf, dass ich ständig mein Handy checkte. Das lenkte mich ab von dem, was ich eigentlich tun wollte und brachte meinen Fokus häufig ins Privatleben. Mittlerweile gewöhne ich mir an, mein Handy in den Flugmodus zu stellen, wenn ich arbeite.
  4. Schreibe ein Erfolgstagebuch.
    Beende die Arbeit mit 3 Dingen, die Du heute geschafft hast. Das öffnet Deine Wahrnehmung für Deine Leistung.
  5. Im Büro: Bewege Dich zu Deiner:m Kolleg:in zum Arbeitsplatz anstatt zum Telefonhörer zu greifen oder eine E-Mail zu schreiben.
  6. Telefoniere oder arbeite, wenn möglich, häufiger im Stehen. 
  7. Baue ein paar Stretchingübungen in Deine Arbeit ein.

Hui, das sind vier laaaaange Listen!

Wähle am besten eine (ja, wirklich nur EINE!) Gewohnheit aus, die Dir zu sagt und die Du in den kommenden Tagen und Wochen umsetzen und dir angewöhnen willst.

Überlege Dir dafür, wie Du das angehen willst: Wann wirst Du die Gewohnheiten einführen wollen? Was braucht es dafür und vor allem, was könnte Dir dazwischen kommen?

Verrate mir gerne in den Kommentaren, welche Gewohnheiten Du für Dich etablieren willst!

Mit diesen Tipps wünsche ich Dir viel Freude beim Ausprobieren neuer und vor allem guter Gewohnheiten.

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