Die häufigsten Irrtümer über zyklusorientiertes Arbeiten, die Du schnellstens abhaken solltest

9. Mai 2023 | Zyklusorientiertes Arbeiten

Du bist es leid, Dich während der zweiten Zyklushälfte kraftlos, müde und unproduktiv zu fühlen? Zyklusorientiertes Arbeiten kann der Schlüssel zur Verbesserung Deiner Produktivität und Deines Wohlbefindens sein. Doch es gibt einige Mythen, die Deinem Erfolg im Wege stehen könnten.

In diesem Blogbeitrag entlarve ich gängige Irrtümer über zyklusorientiertes Arbeiten, die Dich davon abhalten, Deine Selbstständigkeit (wieder) voller Energie und Leidenschaft anzugehen.

Mythos: „Ich muss meinen gesamten Terminkalender an meinen Menstruationszyklus anpassen.“

Wie geil wäre es bitte, wenn Du Deinen Terminkalender komplett nach Deinem Zyklus ausrichten könntest. Keine nervigen Gespräche mehr in der Lutealphase und nur noch energiegeladene Motivationstalk während des Eisprungs?

Eine Traumvorstellung! Doch wir leben noch immer in einer linearen Arbeits- und Lebenswelt. Dementsprechend müsstest Du Dich komplett verbiegen, um das zu schaffen.

Die Wahrheit ist: Genau das will zyklusorientiertes Arbeiten nicht! Du sollst Deine Selbstständigkeit im Einklang mit Deinen körperlichen und emotionalen Bedürfnissen gestalten und nicht einen weiteren externen Plan kopieren. Der am Ende wieder nicht funktioniert…

Stattdessen geht’s viel mehr darum Deine persönlichen Stärken in den jeweiligen Phasen gezielter zu erkennen und beispielsweise bei Meetings, Konferenzen, Coachings und anderen Terminen einzusetzen. Du bist Dir bewusster, wann kann ich was besonders gut und nutzt es.

Zeitgleich gibt Dir das Verständnis für Deinen Zyklus aber auch mit, Dir energieraubende Termine lieber in die Zyklusphase zu legen, in der sie Dir weniger ausmachen. Du lernst liebevoller mit Dir zu sein und bewusster „Nein“ zu sagen.

So findest Du einen flexibleren und intuitiven Ansatz für Deine Arbeit.

Wir lernen: Es geht nicht darum den Terminkalender komplett über den Haufen zu werfen, sondern

  • Deine innere Einstellung zu Dir und Deinem Körper zu verändern.
  • Deine Zyklussuperkräfte in den einzelnen Phasen zu nutzen.
  • Dir zu erlauben, Deine Arbeitsweise im Rhythmus mit Deinem Zyklus zu gestalten
  • und ein neues Verständnis für Arbeit zu bekommen.

Mythos: „Ich bin während meiner Periode weniger produktiv und kreativ.“

Mal Butter bei die Fische: Wie sieht Produktivität für Dich aus? Wie das energiegeladene Duracell-Häschen, das stets unter Strom steht? Das passt natürlich null zur Periode, in der Körper sich vor allem eins von Dir wünscht: Ruhe!

Tatsächlich gibt es viele Menstruierende, die während ihrer Periode besonders kreativ und produktiv sind.

Während in Deiner Gebärmutter Großputz angesagt ist, fährt Dein Körper runter und konzentriert all seine Energie in Deiner Körpermitte. Zeitgleich sinkt auch Dein Hormonspiegel ab. Das bedeutet: Dein Körper fühlt sich zwar schwach, müde und unmotiviert an, aber Dein Geist ist absolut klar, womöglich sogar besonders fokussiert und kreativ.

Die Wahrheit ist: Diese Versiertheit während der Periode kannst Du für Dein Business nutzen. Nicht in dem Du wild die To-Do-Liste abhakst, sondern Dir Zeit für Reflexion und Business-Planung nimmst. Das kannst Du wunderbar mit Wärmflasche und Notizheft auf der Couch machen.

Ignoriere das Bedürfnis nach Ruhe während Deiner Periode nicht länger. Es ist in Ordnung, sich zurückzuziehen und eine Pause zu machen. Als Selbstständige hast Du die Möglichkeit und den Raum. Also, nutze diese Freiheit!

So tankst Du körperlich und mental Deine Batterien für die nächste Zyklusrunde auf. Und auch das wird sich positiv auf Dein Business auswirken. Du lädst das Duracell-Häschen in dieser Zeit quasi für die erste Zyklushälfte wieder auf.

Wir lernen: Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und sich nicht von Vorurteilen oder gesellschaftlichen Normen beeinflussen zu lassen.

Mythos: „Ich muss einen regelmäßigen Zyklus haben, um zyklusorientiert arbeiten zu können!“

Das stimmt nicht! Ein regelmäßiger Menstruationszyklus ist sicherlich von Vorteil, wenn es um das zyklische Vorplanen im Business geht. Doch darum alleine geht es bei zyklusorientierten Arbeiten nicht.

Die Wahrheit ist: Auch mit unregelmäßigen Zyklen kannst Du zyklusorientiert arbeiten. Es kann die Unregelmäßigkeiten sogar verbessern.

Tatsächlich haben viele Frauen unregelmäßige Zyklen, die von Monat zu Monat variieren können. Das kann verschiedene Gründe haben, wie zum Beispiel Stress, Ernährung, Sport oder andere gesundheitliche Faktoren.

Der Ansatz des zyklusorientierten Arbeiten beinhaltet, dass Du auch Dein Wohlbefinden achtest. Ist Dein Zyklus unregelmäßiger, ist es noch wichtiger, auf die Signale des Körpers zu achten und entsprechend darauf zu reagieren.

Indem Du beobachtest, wie Du Dich in verschiedenen Phasen des Zyklus fühlst, kannst Du herausfinden, welche Aufgaben Du am besten erledigen kannst und welche Du besser verschiebst.

Wir lernen: Auch wenn Dein Zyklus unregelmäßig ist, kannst Du Muster und Trends erkennen und Deine Arbeit entsprechend planen. Du kannst Deine persönlichen Stärken innerhalb der Zyklusphasen gezielter nutzen und Dich erwischen die Herausforderungen in der zweiten Zyklushälfte wie PMS nicht mehr kalt.

Mythos: „Der Menstruationszyklus betrifft nur die körperliche Gesundheit!“

Die meisten verbinden mit dem Zyklus vorrangig ihre Blutung und die damit einhergehenden Schmerzen und das Unwohl fühlen. Die körperlichen Symptome eben.

Die Wahrheit ist: Die beteiligten Hormone beeinflussen ebenso Deine geistige und Deine emotionale Gesundheit. Das kann Auswirkungen auf

  • Deine Stimmung,
  • Deine Energie und
  • Deinen kognitiven Fähigkeiten,
  • Deine Kreativität,
  • Dein Selbstvertrauen oder
  • Deine Libido haben.

Zwei Beispiele: In der Follikelphase, also kurz nach der Menstruation, steigt das Östrogenlevel an. Das führt dazu, dass Du viel Energie hast und sehr kreativ bist. In der Lutealphase, kurz vor der Periode, steigt das Progesteronlevel. Das wiederum führt zu Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Kennen, viele auch als PMS.

Wir lernen: Der Menstruationszyklus ist viel mehr ist als nur ein körperlicher Prozess. Darum ist es sinnvoll, Deinen Arbeitsalltag an Deinen Zyklus anzupassen. Als Selbstständige kannst Du zyklusorientiert arbeiten.

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Mythos: „Zyklusorientiertes Arbeiten ist nur etwas für Frauen.“

Riesiger Irrtum!

Die Wahrheit ist: Je mehr Menschen um die Superkräfte des Menstruationszyklus wissen, desto besser können wir sie in unserer Gesellschaft, im täglichen Miteinander und auch im Arbeitsalltag nutzen.

Das Wissen um die Zyklusphasen und ihre Stärken und Schwächen baut Vorurteile, Klischees, Tabus und Scham ab. Im Gegenzug stärkt es das Empathie-Empfinden Menstruierender untereinander und das Verständnis von Nicht-Menstruierenden.

Die Zyklusphasen und deren Auswirkungen auf unsere Körper und Geist zu verstehen, kann uns helfen, unsere Arbeit und unser Leben effektiver zu planen und unsere Fähigkeiten zu optimieren. Es kann dazu beitragen, ein gesünderes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem wir unsere Bedürfnisse und Grenzen respektieren und einander unterstützen.

Mir ist es auch wichtig zu betonen, dass der Menstruationszyklus kein reines Frauenthema ist. Auch nicht-binäre Menschen, Transgender-Personen und Männer können unter bestimmten Umständen Menstruationsblutungen haben oder durch hormonelle Veränderungen ähnliche Erfahrungen machen. Es geht hier nicht darum, Geschlechterrollen zu bestätigen oder zu untermauern, sondern um die Anerkennung und Wertschätzung eines körperlichen Vorgangs, der bei vielen Menschen vorkommt.

Wir lernen: Es ist an der Zeit, Vorurteile und Klischees abzubauen und den Menstruationszyklus als wertvolles Instrument für unsere Arbeit und unser Leben anzuerkennen – für alle Menschen.

Mythos: „Zyklusorientiertes Arbeiten ist kompliziert.“

Beim zyklusorientierten Arbeiten geht’s nicht darum, dass so sofort alle Hormone kennst, die da während der Zyklus bei Dir springen. Oder dass Du medizinische Abhandlungen über die Gebärmutter liest. Es geht auch nicht darum, Dein Leben komplett umzukrempeln oder einen extrem starren Arbeitsplan nach Deinem Zyklus zu erstellen.

Vielmehr geht es darum, Aufgaben in Deinem Arbeitsalltag nach den Zyklusphasen zu priorisieren und den natürlichen Rhythmus aus Vollgas und Entspannung zu erkennen und zu nutzen.

Die Wahrheit ist: Wenn Du Dich einmal in den Ablauf der Zyklusphasen einsteigst, macht vieles Klick. Fortan kannst Du Dich selbst beobachten und Schritt für Schritt kleine Veränderung in Deiner Arbeitsweise einleiten. Das ist sogar super easy.

Bereits kleine Anpassungen können große Auswirkungen, wie z. B. die Planung von Pausen oder Meetings, um die Periode herum, einen großen Einfluss auf Dein Wohlbefinden und Deine Produktivität haben.

Wir lernen: Zyklusorientiertes Arbeiten ist weder kompliziert noch extra zeitaufwendig. Klar, es erfordert am Anfang Zeit und Aufwand, um den eigenen Zyklus zu beobachten und zu verstehen. Doch mit der Zeit wird das Prozedere immer einfacher und Du verinnerlichst es schnell.

Fazit: Tschüss Mythen, hallo selbstbestimmte Selbstständigkeit!

All die Mythen, die sich rund ums zyklusorientierte Arbeiten ranken, kannst Du getrost über Bord werfen. Es gibt keinen Grund mehr, der Dich aufhalten sollte, mehr Schwung, Produktivität und Flow in Deine Selbstständigkeit zu bringen.

Wenn Du zyklusorientiert arbeitest, wirst Du produktiver, kreativer und zeitgleich erfolgreicher in Deiner Selbstständigkeit. Statt ständig dem Gehustle hinterherzulaufen, kannst Du Dein Business in Deinem Rhythmus gestalten und leben.

Die Wahrheit ist: Zyklusorientiertes Arbeiten ist kein weiteres Tool, damit Du Dich und Deine Arbeit weiter optimierst! Viel mehr bietet es Dir die Möglichkeit Dich selbst besser zu verstehen und Werte wie Freiheit, Unabhängigkeit, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung aber auch Kreativität, Gesundheit oder Flexibilität mehr in Deiner Selbstständigkeit zu leben.

Mit jedem Schritt, den Du zyklusorientierter arbeitest, lebst Du diese Werte mehr. Du baust Dir so eine Selbstständigkeit auf, die sich um Dein Wohlbefinden dreht und nicht zum Hamsterrad wird.

Work-Life-Balance hat Dein Zyklus quasi schon integriert. Du kannst das Wechselspiel aus Gas geben und Runterfahren, gut als Vorlage für Deinen Arbeitsalltag nutzen.

Dazu gehört auch, sich davon freizumachen, wie eine Selbstständigkeit auszusehen hat, wie andere ihr Business aufbauen und sich von gesellschaftlichen Normen und Vorurteilen beeinflussen lassen. Oder nicht jeden Tag das Social-Media-Game mitzuspielen. Das ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich!

Zyklusorientiertes Arbeiten ist definitiv mehr als ein Trend oder „olles Weiberzeug“. Ich bin sicher, dass die Bedeutung auch in der Arbeitswelt zu nimmt und es immer mehr ein Bestandteil der New Work-Bewegung wird.

Auch namenhafte Unternehmen wie SAP und Start-Ups setzen sich mit Frauengesundheit auseinander und bieten ihren Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, ihre Arbeit entsprechend anzupassen. Allem voran erkennen sie die Möglichkeiten und das Potential, die darin stecken, Unternehmen voranzubringen. Und dafür braucht es nicht mehr nur Höher-Schneller-Weiter.

Wie sieht’s bei dir aus? Welche Mythen hast Du eben noch geglaubt? Welche willst Du jetzt in die Tonne hauen? Hinterlasse mir einfach einen Kommentar!


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